Sie können diesen Lithium-Eisenphosphat-Akku einfach gegen ihren bisherigen Blei- AGM- oder Gel-Akku austauschen.

Achten Sie darauf, dass die Absicherung der Maximalleistungen der Akkus bzw. der maximalen Entnahme entspricht und die Leitungen hierfür dick
genug sind.

Bitte stellen Sie Ihre Ladegeräte wie folgt ein:

Sofern Ihr Ladegeräte eine Lithium-Ladekennlinie mit 14,6 oder 14,4 Volt und Erhaltungsladung 13,8 Volt hat, verwenden Sie diese.

Andernfalls wie folgt:

Landstrom-Ladegeräte (220 Volt) auf "Gel" mit 14,4 Volt.

Lichtmaschinenladung: am Ladegerät „Gel“ 14,4 Volt einstellen.

Tipp: besonders effektiv können Sie den Akku mit einem VCC-Laderegler (Ladebooster) laden. Das bringt zusätzliche Ladeeffizienz für die Lichtmaschine in Höhe
von ca. 20% und verbessert auch die Durchleitung bei geringen Kabelquerschnitten von der Starterbatterie zur Bordbatterie. Damit wird Ihr Motor zum effizienten

Notstromaggregat.

Solar-Laderegler können ebenfalls auf "Gel" eingestellt werden, falls keine Lithium-Kennlinie wählbar ist.

Besonders effizient sind MPPT Solarladeregler (Maximum Power Point-Tracking) -Regler mit ca. 20% Effizienzgewinn).


Wie schnell die Akkus geladen werden hängt von der Ampereleistung der Ladegeräte ab. Am schonendsten sind 20 bis 40% der Akku-Kapazität (Ah) in Ampere(A), maximal 80% -100%. Im Gegensatz zu Blei-, AGM- und Gel-Akkus müssen Li-Eisenphosphat-Akkus nicht immer vollgeladen gelagert werden, sie lieben im Gegensatz teilgeladenes lagern, Erhaltungs-Ladung ist nur alle halbe Jahr nötig.

Die Akkus können bis 0 Grad Zelltemperatur geladen werden. Bei kälteren Temperaturen schaltet der eingebaute Frostschutz automatisch auf „Anwärmen“ um, wenn Ladestrom anliegt. Der nicht zum Laden verwendbare Ladestrom wird dann verwendet, um mit einer Heizfolien die Zellen anzuwärmen. Nach kurzer Zeit liegt die Zelltemperatur dann über null Grad und das BMS schaltet auf „Laden“ um.


Die Stromabgabe ist bei -20 Grad etwa noch 50%, die Lagerung ist bis -40 Grad problemlos.

Die Akkus brauchen bis zu 400 volle Ladezyklen, bis Sie die maximale Kapazität entfalten.

Das Batteriemanagement-System (BMS) schützt vorÜberspannung, Unterspannung, Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss und Überhitzung des Akkus.

Wenn der Akku einmal abschaltet, entweder wegen Kurzschluss, Spannungsspitze oder bei Erreichen der Tiefentlade-Abschaltung, können Sie den Akku wieder „aufwecken“, indem Sie eine Spannung anlegen. Das kann mit dem Landstrom-Ladegerät, durch die Lichtmaschine oder über den Solar-Laderegler erfolgen.

Achtung: sogenannte „intelligente“ Ladegeräte fragen erst die Batterie nach Spannung. Eine abgeschaltete Batterie antwortet aber nicht. Diese Ladegeräte eignen sich nicht zum „aufwecken“ der Batterie.


Einbau:

Beim parallel schließen von mehreren Akkus sollen diese dringend vollgeladen sein.

Der Strom sollte unbedingt am Plus-Pol des ersten und am Minuspol des letzten Akkus in der Reihe abgenommen werden. Die Anzahl der parallelen Akkus ist nicht begrenzt. Die Akkus dürfen keinesfalls in Reihe geschaltet werden.  Dadurch würden 24 Volt Spannung entstehen. Hierfür gibt es entsprechend passende Akkus mit spezifischem BMS.


Li-Akkus sollen nicht mit Blei-Akkus im Verbund betrieben werden.


Gerne stehen wir Ihnen für Fragen jeder Art telefonisch unter 0172/8662659 oder per Mail unter info@robur-akku.de. zur Verfügung.


Ihre Robur-Akku GmbH

Wolfgang Sinz



LED-Display  

Ladezustand, Spannung, Akku-Temperatur

Am Ein-Aus-Knopf können Sie die Display-Beleuchtung ein- und ausschalten.

Mit dem Pfeil-Knopf können Sie zwischen Spannungsanzeige und Temperaturanzeige wechseln.

Beim eingebauten Display handelt es sich um eine einfache Spannungsanzeige, aus der der Ladezustand errechnet wird.

Der tatsächliche Ladezustand des Akkus wird nur richtig angezeigt, wenn weder Lade- noch Entlade-Strom fließt.

Für exakte Ermittlung des Ladezustands und der Stromflüsse empfiehlt sich ein Batterie-Computer von Votronic oder Victron (siehe Zubehör).

Stören Sie sich nicht daran, wenn das Display anfangs nur um ca. 90% Vollladung anzeigt.

Die Zellen entfalten erst nach ca. 400 vollen Lade- und Entlade-Zyklen ihre volle Spannung und damit die höchste Leistung.

Laden

Solange Ladespannung anliegt, zeigt das Display die Ladespannung, nicht die Ruhespannung an. Der daraus errechnete Ladezustand ist
natürlich zu hoch. Die Ladespannung liegt zu Beginn der Ladung niedriger als die am Ladegerät eingestellte Lade-End-Spannung (z.B. 14,4 Volt oder 14,6 Volt)
und steigt während des Ladevorgangs allmählich an. Wenn das Display die eingestellte End-Ladespannung erreicht hat, ist der Akku allmählich voll. Wenn
sich bei Sonnenschein oder laufendem Motor die Spannung nicht erhöht, erhält der Akku keine Ladung. Das kann um die Null-Grad-Grenze am aktiven Temperaturschutz liegen.

Stromentnahme

Während Strom-Entnahme anliegt, sinkt die Spannung unter den tatsächlichen Wert ab. Je stärker die Entnahme, umso stärker ist die Absenkung
der Spannung und des Ladezustandes. Der während der Stromentnahme daraus errechnete Ladezustand ist natürlich nicht richtig.

Die Akkus liefern dauerhaft 120 A Strom (1500 Watt) bzw. beim 164 Ah-Akku 260 A (2000 Watt). Kurzfristig (für ca. 1 bis 5 Minuten) kann mehr entnommen werden. Kaffeemaschinen z.B. können also problemlos betrieben werden.


Bitte vermeiden:
Bei längerem Drücken des Pfeil-Knopfes (ab 3 Sekunden) würden sie in den Programmiermodus des Displays kommen, mit der Folge, dass die Anzeige nicht
mehr korrekt ist. Dieser Fehler ist schwer rückgängig zu machen und erfordert Kenntnisse.